Zentraleuropa

Bei der Betrachtung der neuen EU-Länder in Zentraleuropa wird aufgrund der geringeren Bedeutung und größeren Variabilität kleinerer Quellmärkte nicht jeder dieser Märkte isoliert untersucht, sondern ein Gesamtindikator der generellen Entwicklungsrichtung angegeben. Im Folgenden werden deshalb die Quellmärkte Ungarn, Tschechien und Polen gemeinsam betrachtet.

Für den Zeitraum April 2017 bis September 2017 wird sowohl aufgrund der statistischen Analyse als auch nach Einschätzung der Experten aus der Tourismusbranche ein Anstieg an Gästen aus Zentraleuropa erwartet.

1. Vorhersage aufgrund statistischer Daten

Die Vorhersage der Ankünfte für die Periode April 2017 bis September 2017 basiert auf der Zeitreihenanalyse der beobachteten Ankünfte der Gäste aus mittel- und osteuropäischen Ländern in den vergangenen Jahren. Die ökonometrische Modellierung berücksichtigt alle vorhandenen Daten seit dem Jahr 2002, wobei den jüngsten Entwicklungen ein stärkeres Gewicht beigemessen wird.

Wie alle statistischen Vorhersagen ist auch diese Prognose mit einem gewissen Unsicherheitsbereich behaftet. Aufgrund der kurzfristigen Veränderbarkeit der wirtschaftlichen Situation muss für eine umfassende Einschätzung der weiteren Entwicklung gleichermaßen das Ergebnis der durchgeführten Expertenbefragung berücksichtigt werden.

Mehr Vorhersage der Ankünfte zentraleuropäischer Gäste im Zeitraum April 2017 bis September 2017

Die Ergebnisse der Zeitreihenanalyse werden im Diagramm dargestellt. Demnach kann für die Periode April 2017 bis September 2017 mit einem Zuwachs der Ankunftszahlen in der Höhe von +3,8 % im Vergleich zum Vorjahr gerechnet werden. Der positive Trend sollte sich also fortsetzen und das Gesamtergebnis der Ankünfte aus Ungarn, Tschechien und Polen die Werte der Vorjahre übersteigen.

2. Vorhersage durch Experten aus der Tourismusbranche

Um eine Prognose zur Entwicklung der Ankünfte aus Ungarn, Tschechien und Polen in der Periode April 2017 bis September 2017 zu erhalten, welche neben den beobachteten Zahlen der vergangenen Jahre auch kurzfristige Einflüsse berücksichtigt, wird ausgewählten Experten für den mittel- und osteuropäischen Tourismus in Wien in einer halbjährlich durchgeführten Onlinestudie folgende Frage gestellt:

„Wie werden sich Ihrer Meinung nach die Ankünfte der Gäste aus Ungarn / Tschechien / Polen in Wien in der Periode April 2017 bis September 2017 im Vergleich zum letzten Jahr entwickeln?“

Mehr Punkteskala und Auswertungsmodus: Die Experten geben ihre Einschätzung auf einer Punkteskala von 0 = „sehr viel niedriger“, 50 = „niedriger“, 100 = „gleich hoch“, 150 = „höher“ bis 200 = „sehr viel höher“ ab, und begründen diese Antwort verbal. Die Einschätzungen auf der Punkteskala werden anschließend zu einem Gesamturteil gemittelt und die einzelnen Begründungen qualitativ ausgewertet. Durchschnittliche Vorhersage der Ankünfte von Gästen aus dem CEE-Raum in den Monaten April 2017 bis September 2017 durch Experten für den zentraleuropäischen Markt.

Den Ergebnissen der Expertenbefragung zufolge werden die Ankünfte von Gästen aus mittel- und osteuropäischen Ländern in Wien im Zeitraum April 2017 bis September 2017 mit 109 Punkten etwas höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres sein. Diese Einschätzung deckt sich mit der positiven Vorhersage die auf Basis der statistischen Analyse der offiziellen Ankunftszahlen zu erwarten ist.

Die gute Erreichbarkeit für die Gäste aus diesen Quellmärkten, sowie das gute Preis-Leistungsverhältnis von Wien werden von den Experten als Hauptgründe für diese Entwicklung genannt.