China

1. Volkswirtschaftlichter Überblick

Volkswirtschaftliche Kennzahlen
Bevölkerungszahl (2017) 1.379.302.771
BIP pro Kopf (2016) 15.400 $
Wachstumsrate des realen BIP pro Kopf (2016) 6,7 %
Arbeitslosenquote (2016) 4,0 %
Kerninflationsrate (2016) 2,0 %
Quelle: CIA – The World Factbook

In den Jahren 2017 und 2018 dürfte das chinesische Wachstum aufgrund der Auswirkungen früherer fiskal- und geldpolitischer Impulse stark bleiben. Regionale Entwicklungsinitiativen stützen Infrastrukturinvestitionen. Auch die Immobilieninvestitionen dürften auf einem hohen Niveau bleiben. Der Konsum dürfte, gestützt durch mehr Beschäftigung, weiter expandieren. Die Exporte werden durch die gute wirtschaftliche Lage weltweit ebenfalls stark bleiben.
Die Fiskalpolitik der chinesischen Regierung sollte weiterhin die Konjunkturstützung im Blick haben, daneben aber auch der sozialen Inklusion Rechnung tragen. Um das starke Wachstum auf eine nachhaltigere Schiene zu bringen, sollte in die Qualität der Innovation und eine Steigerung der Kompetenzen investiert werden. Dies vor allem deshalb, weil in Zukunft Jobs mit geringerem Qualifikationsniveau in andere Länder abwandern werden. 

Quelle: OECD Wirtschaftsausblick 2017/1

2. Ankünfte chinesischer Gäste in Wien

Insgesamt fiel die Zahl der Ankünfte chinesischer Gäste im Jahr 2016 mit einem Zuwachs von 11,7 % höher als im Jahr 2015 aus. Der in den letzten Jahren beobachtbare positive Trend bleibt weiterhin bestehen.

Anzahl der Ankünfte in Wien im Jahresvergleich
  2015 2016 Veränderung
Ankünfte pro Jahr 161.940 180.865 +11,7 %
Rang* im Ländervergleich Rang 7 /10 Rang 7 / 10 (unverändert)
Trend positiv seit 2009


 

 

 

* Platzierung von Russland als Quellmarkt hinsichtlich der absoluten Ankunftszahlen im Vergleich zu anderen Haupt-Quellmärkten.
Quelle: Statistik zu Gästeankünften und –nächtigungen des WienTourismus

Im Diagramm wird die Saisonalität der Ankünfte chinesischer Gäste in Wien für die Jahre 2015 und 2016 dargestellt. Die Spitzen zeigen sich dabei in den Monaten Juli, August und Oktober.

Mehr Quelle: Statistik zu Gästeankünften und –nächtigungen, WienTourismus Saisonalität chinesischer Ankünfte in absoluten Zahlen in den Jahren 2015 und 2016

3. Nächtigungen chinesischer Gäste in Wien

Auch die Gesamtzahl der Nächtigungen chinesischer Gäste fiel im vergangenen Jahr 2016 mit einem Zuwachs von 15,2% deutlich höher als im Vergleichsjahr 2015 aus. Der Anteil an chinesischen Nächtigungen an der Gesamtzahl steigt von 2,0% auf 2,2%. Der positive Trend der vergangenen Jahre setzt sich somit weiter fort.

Nächtigungen chinesischer Gäste in Wien im Jahresvergleich
  2015 2016 Veränderung
Nächtigungen pro Jahr 285.258 328.549 + 15,2 %
Anteil an der Gesamtzahl * 2,0 % 2,2 % + 0,2 %
Nächtigungen pro Ankunft 1,8 1,8 (unverändert)
Rang * im Ländervergleich Rang 10 / 10 Rang 10 / 10 (unverändert)
Trend positiv seit 2009

* Platzierung von China als Quellmarkt hinsichtlich der absoluten Nächtigungszahlen im Vergleich zu anderen Haupt-Quellmärkten.
Quelle: Statistik zu Gästeankünften und –nächtigungen, WienTourismus

4. Merkmalsprofil der chinesischen Gäste

Mehr Quelle: Marktdatenblatt China 2012,
Marketingkonzept 2015
Bevorzugte Unterkünfte
Da China nicht zu den 10 wichtigsten Quellmärkten Wiens zählte, wurden die Gäste aus China auch nicht in der Wiener Gästebefragung (2004-2009) berücksichtigt. Ein genaueres Bild über die chinesische Gästestruktur kann daher in diesem Fall leider nicht dargestellt werden. Informationen gibt es jedoch bezüglich der bevorzugten Unterkünfte. Demnach verbringen mit 43% die meisten chinesischen Gäste ihren Aufenthalt in Wien am liebsten in einem 4*-Hotel / Pension, gefolgt von 3*-Hotels / Pensionen mit 24% und 5*-Hotels mit 17%. Nur sehr selten werden für einen Besuch in Wien ein Privatquartier oder Campingplätze genutzt.

5. Marktstrategie für China

Für 2017 wird eine Strategie für den chinesischen Markt verfolgt, die mit regionalen Schwerpunktaktionen vor allem den (sub)urbanen Wohnraum der Städte Peking, Shanghai, Guangzhou , Chongqing, Chengdu, Hangzhou, Shenzhen und Hong Kong ansprechen soll. Des Weiteren ist neben einer Reihe gezielter B2B- und B2C-Maßnahmen auch ein Ausbau des Online-Marketings durch verschiedene Kooperationen und Kampagnen geplant.

Die Hauptzielgruppen umfassen einerseits Personen zwischen 30 und 50 Jahren mit mittlerem bis höherem Einkommen und mittlerem bis höherem Bildungsniveau und andererseits Personen zwischen 25-39 Jahren mit hohem Einkommen und mittleren bis höherem Bildungsniveau. In den Monaten Juli, August und Oktober werden aufgrund des erhöhten Reisepotenzials vermehrt spezifische Werbe- und Marketingmaßnahmen gesetzt, um die Zielgruppen anzusprechen.

Die relevanten Markenbausteine für den chinesischen Markt wurden wie folgt definiert: (1) Imperiales Erbe, (2) Musik- & Kulturangebot, (3) Kultur des Genusses, und (4) Balance zwischen Stadt- und Grünraum.

Quelle: Marketingkonzept 2017, WienTourismus